Therapieverlauf einer homöopathischen Behandlung
Der
Beginn einer klassisch homöopathischen Behandlung ist v. a. in
chronischen Erkrankungen ein erstes Gespäch – die sogenannte
Erstanamnese – welches die Grundlage der gesamten Behandlung bildet.
Dieses Gespäch sollte im Regelfall mindestens 1,5 – 2 Stunden dauern.
Es werden sämlichte Krankheitssymptome sowie auffallende Gewohnheiten,
Nahrungsmittelverlangen und Abneigungen und auch die Krankengeschichten
der nächsten Angehörigen genauestens erfragt.
Nach
der Erstanamnese wird vom Therapeuten ein Arzneimittel ausgewält und
verabreicht. Nun ist es die Aufgabe des Patienten, sich selbst gut zu
beobachten und dem Therapeuten regelmäßig (anfangs alle 2 Wochen)
Bericht zu erstatten. Dies macht er meist telefonisch. Von Zeit zu Zeit
sind persönliche Gespräche notwendig. Nach ca. 2 - 4 Wochen ist
abzusehen, ob das Mittel wirkt und wie es wirkt. Je nach Reaktion des
Patienten wird entschieden, ob das Mittel weiterhin genommen werden
soll, ob es gewechselt werden muss oder beispielsweise die Potenz
verändert werden sollte.
Das Auftreten
von akuten Erkrankungen oder anderen Beschwerden ist in jedem Falle
wichtig für die weitere Behandlung. Oft sind diese Symptome
wahlanzeigend für folgende Mittel oder die Bewertung des Verlaufes.